Therapieformen

Therapieangebot der Fliedner Klinik Berlin

Die Fliedner Klinik Berlin bietet ein breites Spektrum modularer Therapieformen an. Allen gemeinsam ist, dass sie den Maßstäben der Evidenced based Medicine folgen, also klar ergebnisorientiert arbeiten.

Verhaltenstherapie

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Psychopharmakotherapie

Gestaltungs- und Kunsttherapie

Bewegungstherapie

Psychoedukation

Achtsamkeit

Fertigkeitentraining

Aromatherapie

Fitness

Yoga

Entspannungsverfahren

Musiktherapie

Schematherapeutische Verfahren


Weitere Therapieformen, die den Therapieplan individuell ergänzen:

die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT)

Computergestützte Therapieverfahren

Lichttherapie

Paar- und Familiengespräche

Soziales Kompetenztraining (Rollenspiel)

EMDR

Unterstützung bei der Nikotinentwöhnung

Sozialdienst

Imagery Rescripting and Reprocessing Therapy (IRRT)

Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT)


Ein spezielles Programm bieten wir zudem für Patient(inn)en mit Essstörungen an:

Essprotokollgruppe

Gemeinsames Kochen und therapeutische Essbegleitung



Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie ist eine auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Psychologie beruhende Psychotherapieform, bei der mit dem Patientin gemeinsam Strategien zur Überwindung der derzeitig bestehenden Probleme erarbeitet werden. Hierzu wird im Rahmen der Problemanalyse genau erörtert, wie es zu den belastenden Symptomen kam, um dann daraus eine gezielte und schnell wirksame Behandlungsmethode abzuleiten. Der Patient hat bei dieser Therapieform eine aktive Rolle, er ist sich bei jedem Schritt des Therapieprozesses im Klaren darüber, warum etwas in der Therapie passiert und er arbeitet selbstständig an der Überwindung seiner Probleme.

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Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Diese Therapieform beruht vor allem auf der Klärung und Bearbeitung von Konflikten des Patienten im Rahmen einer intensiven therapeutischen Zweierbeziehung, zuweilen auch im Rahmen von Gruppensitzungen

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Psychopharmakotherapie

Die Psychopharmakotherapie ist für die Behandlung psychischer Störungen unverzichtbar geworden und schafft bei bestimmten psychiatrischen Erkrankungen überhaupt erst die Voraussetzungen, dass störungsspezifische Psychotherapien erfolgreich eingesetzt werden können. Durch die Entwicklung neuer, spezifisch wirkender Medikamente in Verbindung mit einer Fülle von neurobiologischen und molekularpharmakologischen Untersuchungsmethoden konnte das Spektrum therapeutischer Möglichkeiten in den letzten 20 Jahren ständig erweitert werden. Wegen der Tendenz zu chronischen und/oder rezidivierenden Verläufen vieler psychischer Störungen gewinnen neben der Akuttherapie (einschliesslich Infusionsbehandlungen) Langzeittherapien und prophylaktische Behandlungen zunehmend an Bedeutung. Die sorgfältige Auswahl des Medikaments und die individuelle Einstellung der notwendigen Dosis unter Beachtung der Lebensqualität des Patienten erfordern umfassende Erfahrungen des Arztes, um die Psychopharmakotherapie im Rahmen eines "Gesamtbehandlungsplans" optimal zu integrieren

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Gestaltungs- und Kunsttherapie

In der Gestaltungs- und Kunsttherapie werden über kreative Medien emotionale Prozesse beobachtbar gemacht. Über die Gestaltung eigener Themen, z.B. im Rahmen der belastenden Symptome kann der Patient neue Aspekte der dabei empfundenen Gefühle entdecken und vielleicht Lösungswege entwickeln, die er durch einfaches „Nachdenken“ nicht finden würde. Über die benutzten Materialien (z.B. Arbeiten mit Ton, Aquarellieren, Erarbeiten von Collagen), ergibt sich so ein direkter Zugang zu unbewussten oder vorhersagbaren Prozessen.

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Bewegungstherapie

In der Bewegung drückt sich sehr viel der äußeren und inneren Situation eines jeden Menschen aus. Die Bewegungstherapie bietet die Möglichkeit über die Bewegung einen Zugang über die eigene Situation zu finden und auch über neue Körperhaltungen und Bewegungen innere Prozesse zu verändern.

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Psychoedukation

Viele Patienten sind durch die Erfahrung einer psychischen Erkrankung sehr verunsichert: Wie gehe ich mit meiner Erkrankung gegenüber Freunden und Kollegen um? Wie sorge ich dafür, dass ich in der Zukunft besser geschützt bin? Wie erkenne ich schon frühzeitig, dass ich wieder krank werde? Was mache ich dann? Wie kann meine ambulante Weiterbehandlung aussehen? Was ist wichtig?

Diese und andere Fragen werden in der Psychoedukation behandelt. Durch gezielte Informationsvermittlung über psychische Erkrankungen und deren Entstehung sowie die unterschiedlichen Behandlungsansätze wird die erkrankte Person zum 'Experten in eigener Sache'. Dies fördert das Selbsthilfepotential und sensibilisiert für eigene Stärken und Bewältigungsmöglichkeiten.

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Achtsamkeit

Im  Verlauf von psychischen Erkrankungen verlieren viele Menschen ihre Fähigkeit, Dinge ganz bewusst, d.h. achtsam wahrzunehmen und zu genießen. Achtsamkeit hat seine Wurzeln im Buddhismus. Es bedeutet, den gegenwärtigen Moment (und nicht die Vergangenheit oder die Zukunft), sich selbst und seine Umwelt, so bewusst und aufmerksam wie möglich und mit allen Sinnen zu erfassen. Dies geschieht absichtsvoll, aber ohne Wertung und aus einer offenen Haltung heraus. In der Achtsamkeitsgruppe werden diese Prinzipien an vielen konkreten Beispielen verdeutlicht und geübt. 

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Fertigkeitentraining

Ziel ist es, Fertigkeiten (Skills) zu lernen bzw. zu verbessern, mit deren Hilfe Verhaltens-, Gefühls- und Denkmuster verändern werden können, die zu Schwierigkeiten und seelischen Belastungen im Leben führen. In der Gruppe werden Fähigkeiten zur Regulation von Stimmungsschwankungen, zur Spannungs- und Frustrationstoleranz sowie die Fähigkeit zur Achtsamkeit für sich selbst und für andere geübt und gefördert.

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Aromatherapie

Die Aromatherapie kann helfen, tiefer liegende Probleme zu erreichen. Düfte erleichtern Entspannungsprozesse und fördern das Loslassen. Sie erleichtern die Erinnerung an frühere Gefühle und sprechen alte Sinne an. Dieses Anknüpfen an durchlebte Emotionen kann in anderen Therapien genutzt werden. Auch Aromamassagen sowie das Anfertigen individueller Öle, Balsame und Sprays sind Bestandteile der Behandlung. Aromatherapie wird sowohl im Einzelsetting (dann häufig kombiniert mit der Aromamassage) als auch in achtsamkeitsbasierten Gruppentherapien angewandt, z.B. in der Entspannungstherapie, dem Fertigkeitentraining oder der Bewegungstherapie.

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Fitness

Körperliche Fitness nimmt stark Einfluss auf das psychische Wohlbefinden. Leider wird aber gerade dieser Lebensbereich im Rahmen vieler psychischer Erkrankungen vernachlässigt. Wir geben den Patienten hier die Möglichkeit im Holmes Place, einem benachbarten Fitnesscenter (u.a. mit Schwimmbad und Sauna), sich auch gezielt körperlich zu stärken.

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Yoga

Mit seinen verschiedenen körperlichen Übungen(Asanas), Positionen, Atemübungen und Phasen der Tiefenentspannung bietet Yoga die Möglichkeit, die geistige Konzentration und Achtsamkeit zu schulen. Dies zielt auf eine verbesserte Vitalität bei einer Haltung innerer Gelassenheit.

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Entspannungsverfahren

Sehr häufig ist ein zu hohes Anspannungsniveau der Boden, auf dem sich eine Erkrankung entwickelt. Ziel der hier angebotenen Verfahren (Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson) ist es, Patienten ein Mittel an die Hand zu geben, wie sie ihre Anspannung selbst reduzieren können. In Einzelimaginationsübungen kann dies durch die Erarbeitung individueller „Bilder“ zusätzlich unterstützt werden.

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Musiktherapie

Als erlebnisorientierte Behandlungsmethode kommen in der Musiktherapie nahezu ausnahmslos Instrumente zum Einsatz, mit denen sich ohne theoretische oder praktische Vorkenntnisse musizieren lässt. Dadurch wird ein spielerisches Herangehen an das Medium frei von Leistungsdruck erleichtert. Für die Patienten unserer Ambulanz bieten wir Musiktherapie im Einzel- oder Gruppensetting auf Selbstzahlerbasis an. Ziele in der Musiktherapie können zum Beispiel sein:

  • Wahrnehmen von Ressourcen, Potentialen, Gesundheit

  • Förderung von Selbstwert, Selbstvertrauen, und Kontaktfähigkeit

  • Spannungsabbau, emotionale Entlastung, Selbstregulation

  • Kommunikationsstrukturen hör- und spürbar machen, Kommunikationsfähigkeit verbessern

  • Nonverbales Erlernen und Einüben neuer Verhaltens- und Ausdrucksformen, die nach vertiefender verbaler Reflexion auf reale Lebenssituationen übertragen werden können

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Schematherapeutische Verfahren
In der Schematherapie werden aktuelle und vor allem überdauernde Symptome von Patienten als ungünstiger Ausdruck dahinter liegender Gedächtnisstrukturen bzw. wiederkehrender gefühls- und gedankenmäßiger Muster (sog. „Schemata“) gesehen. Diese Muster haben wir auf der Basis unserer genetischen Ausstattung durch Erfahrungen mit Bezugspersonen in unserer Biographie erworben. Schematherapeutische Interventionen zur Veränderung dieser Schemata sind gefühls- und erlebensaktivierende Methoden (vor allem Vorstellungsübungen/Imaginationen, Stuhldialoge), kognitive Methoden (z.B. veränderte Selbstverbalisierungen mit Realitätsüberprüfung) und Verhaltensübungen (z.B. Übungen zu einem den Schemata “entgegengesetzten Verhalten“).

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Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT)

Die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT, gesprochen wie das englische Wort „act“) ist ein achtsamkeits- und akzeptanzbasierter Behandlungsansatz, der zu den neuen Formen der kognitiven Verhaltenstherapie gehört. Die Therapie besteht vor allem darin, Strategien im Verhalten, insbesondere im Umgang mit innerem Erleben abzubauen, die sich als langfristig nicht hilfreich erweisen oder sogar zur Verstärkung des Leids führen. Die ACT verfolgt als übergeordnetes Ziel, die psychische Flexibilität zu fördern, um die Grundlage für ein authentisches, werteorientiertes Leben zu schaffen und setzt dabei Strategien der Verhaltensänderung und des engagierten Handelns ein. Einen Schwerpunkt in der Therapie bildet dementsprechend die Klärung von persönlichen Werten und Lebenszielen.

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Computergestütze Therapieverfahren

Wesentliches Merkmal aller psychiatrisch-psychotherapeutischen Verfahren ist es, die neu oder wieder gewonnenen Fertigkeiten zu üben, um sie zu einem festen Bestandteil der Persönlichkeit zu machen. Dabei sind unter anderem auch neuere Computerprogramme hilfreich, die in abwechslungsreicher Form kleine oder größere Fortschritte zu bewirken und zu erleben gestatten.

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Lichttherapie

Die Lichttherapie hat sich als sehr wirksam bei saisonabhängigen Depressionen (SAD) erwiesen. Es handelt sich hierbei um Depressionen, die jeweils im Herbst/Winter auftreten, während es im Frühjahr/Sommer den Patienten oft ausgesprochen gut geht. Die Lichtexposition erfolgt über ein Feld von Leuchtstoffröhren mit einer Stärke von 10.000 Lux. Die Lichtquelle umfasst das gesamte Spektrum des Sonnenlichts mit Ausnahme der UV- Strahlung. Die Wirkung wird über das Auge erzielt: Der Patienten muss jede Minute mehrere Sekunden in das Licht schauen. Die Lichtimpulse werden über die Sehbahn in bestimmte Bereiche des Hypophysen-Hypothalamus-Pinealis-Systems geleitet, in denen sie bestimmte Neurotransmitter beeinflussen

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Paar- und Familiengespräche

Paarbeziehungen und Familienbeziehungen sind durch ihre stützende Funktion besonders geeignet, die Zufriedenheit und Gesundheit des Menschen zu fördern. Andererseits erfüllen sie oft nicht die in sie gesteckten, manchmal überhöhten Erwartungen. Bei psychischen Störungen sind Paar- und Familienbeziehungen einerseits eine wichtige Quelle der Unterstützung und Besserung, andererseits sind sie besonderen Belastungen ausgesetzt. Die Paar- und Familientherapie ist bestrebt, den Teilnehmern bei der Wiederherstellung einer offenen, entwicklungsfähigen und stützenden Beziehung zu helfen.

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Soziales Kompetenztraining (Rollenspiel)

Psychische Erkrankungen führen oft zu zwischenmenschlichen Problemen. Nicht selten sind aber auch Schwierigkeiten oder Unsicherheiten im zwischenmenschlichen Bereich Auslöser für psychische Erkrankungen oder begünstigen solche. In der Rollenspielgruppe wird an Hand von konkreten Situationen ein günstiges, selbstsicheres Verhalten eingeübt

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EMDR

„Eye Movement Desensitization and Reprocessing“ (EMDR) ist eine psychotherapeutische Methode, die vor allem dazu geeignet ist, traumatische Erlebnisse zu verarbeiten, die sich immer wieder ungewollt aufdrängen oder deren Erinnerungen mit hohem Kraftaufwand vermieden werden. Posttraumatische Belastungsstörungen, traumatische Phobien, Panikstörungen, komplizierte Trauerreaktionen und psychische Belastungsreaktionen infolge schwerer Krankheiten können mit EMDR behandelt werden. Beim Einsatz von EMDR wird der Patient/die Patientin gebeten, sich auf eine traumatische Erinnerung und die damit verbundenen Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen zu konzentrieren, während gleichzeitig durch rhythmische Augenbewegungen, akustische oder taktile Stimulierung der blockierte Verarbeitungsprozess wieder in Gang gesetzt wird. Ziel ist das Abklingen negativer Gefühle, die Veränderung belastender Vorstellungsbilder sowie die Förderung hilfreicher und konstruktiver Gedanken.

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Unterstützung bei der Nikotinentwöhnung

Vielen Rauchern hilft die Zigarette dabei, sich zu entspannen, sich besser zu konzentrieren oder Langeweile zu überbrücken. Auf der anderen Seite führt Rauchen zu verschiedenen bekannten Gesundheitseinschränkungen. Für viele Betroffene scheint auch der Punkt gekommen zu sein, an dem sie nicht mehr durch die Zigarette kontrolliert werden möchten. Laut wissenschaftlichen Studien ist eine verhaltenstherapeutische Behandlung, die u.U. von medikamentöser Behandlung begleitet wird, am wirksamsten. Wir bieten Rauchern (medikamentöse und psychologische) Unterstützung in der Vorbereitung als auch in der Aufrechterhaltung des rauchfreien Lebens. In der Vorbereitungsphase analysieren wir die Gründe, die für und gegen das Rauchen sprechen, klären die Motivation, berücksichtigen die individuellen Risikosituationen und planen den ersten rauchfreien Tag. In der Abstinenzphase bieten wir Unterstützung, Risikosituationen ohne Zigarette zu bewältigen und ihr rauchfreies Leben zu genießen.

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Sozialdienst

Eng eingebunden in das multiprofessionelle Behandlungsteam ergänzt die psychosoziale und sozialrechtliche Beratung des Sozialdienstes die therapeutischen Maßnahmen der Tagesklinik. Hierbei stehen insbesondere lebensweltorientierte, alltagspraktische und sozioökonomische Themen im Mittelpunkt, welche sich aufgrund der psychischen Erkrankung ergeben haben oder sich auf diese auswirken können:

  • Finanzielle, berufliche, häusliche oder familiäre Fragestellungen (z.B. Schuldenregulierung, berufliche Wiedereingliederung, Haushaltshilfe/Familienpflege)

  • Sozialrechtliche Fragestellungen (z.B. Rehabilitation und Teilhabe, Krankenversicherung, Kinder- und Jugendhilfe, Grundsicherung, Arbeitsförderung, Sozialhilfe, Rentenversicherung)

  • Komplementäre Psychiatrie (z.B. Betreutes Wohnen, Kontakt- und Beratungsstellen, Tagesstätten)

  • Koordination und Vermittlung externer Beratungs- und Unterstützungsangebote (z.B. Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen)

  • Tages-, Freizeit- und Kontaktgestaltung (z.B. ehrenamtliches Engagement)

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Imagery Rescripting and Reprocessing Therapy (IRRT)

Imagery Rescripting and Reprocessing Therapy (IRRT) ist eine von Mervin Smucker entwickelte psychotherapeutische Behandlungsmethode für posttraumatische Belastungsstörungen, insbesondere für Störungen, die sich aus sehr frühen Traumatisierungen wie sexuellem Missbrauch ableiten. Das Imagery Rescripting ist eine Weiterentwicklung des kognitiven Therapiemodells von Aaron Beck und steht im Einklang mit den Informationsverarbeitungsmodellen von PTSD, Schematherapie und Gedächtnisforschung. Imagery Rescripting ist eine imaginativ ausgerichtete Behandlungsmethode mit dem Ziel, die Symptomatologie posttraumatischer Belastungsstörungen zu reduzieren und missbrauchsbezogene Überzeugungen und traumatische Schemata (z.B. Ohnmachtsgefühl, Liebensunwürdigkeit, Verlassenheit) von Menschen, die während ihrer Kindheit (sexuell) missbraucht wurden, umzustrukturieren. Die Therapie kombiniert imaginative Exposition, imaginative Restrukturierung und Imagination von Selbsthilfe und -unterstützung. Durch den Reskriptionsprozess werden die Missbrauchsvorstellungen verändert. Zusätzlich werden traumatische Kernüberzeugungen identifiziert und somit der Veränderung zugänglich. In einer IRRT-Sitzung wird die Patientin gebeten, die traumatische Situation zu imaginieren (visuell die traumatischen Bilder, Gedanken und damit verbundenen Gefühle wiederhervorrufen und wiedererleben). In einem zweiten Schritt werden die Erinnerungen restrukturiert, d.h. die Patientin wird angeleitet, die Missbrauchsbilder durch Bilder von Stärke zu ersetzen. Im abschließenden dritten Schritt werden Bilder von Selbstfürsorge und Selbstunterstützung erarbeitet. Diese Schritte helfen, das Trauma zu verarbeiten und ermöglichen einen positiveren Umgang mit sich selbst.

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Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT)

Hinter der Abkürzung DBT verbirgt sich ein anerkanntes, empirisch belegtes, ambulantes Verfahren aus den USA. Ursprünglich entwickelt durch die Therapeutin Marsha M. Linehan zur Behandlung suizidaler, als untherapierbar geltender Patienten, wird es heute für unterschiedlichste Leiden wie Ess-, Sucht- oder Impulskontrollstörungen angewandt. Die manualisierte Behandlung ist dabei sehr trainingsbasiert: In den drei therapeutischen Kernbestandteilen (Veränderungs-, Validierungs- und dialektische Strategien) stehen radikale Akzeptanz, Achtsamkeit, und Selbststeuerung im Vordergrund. Auf Grund guter Erfahrungen mit der DBT strebt die Fliedner Klinik Berlin eine Zertifizierung der Station 1 als teilstationäre DBT-Behandlungseinheit an.

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Essprotokollgruppe

In dieser Gruppe werden Essprotokolle der einzelnen Patientinnen und Patienten vorgestellt, gemeinsam reflektiert und diskutiert

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Gemeinsames Kochen und Begleitetes Essen

Einmal wöchentlich findet das angeleitete, gemeinsame Kochen und Essen statt. Dadurch wird ein angstfreier und positiver Umgang mit Nahrungsmitteln gefördert und auch Ernährungswissen praktisch vertieft. Darüber hinaus wird jedes Frühstück und Mittagessen therapeutisch begleitet.

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