Fliedner Werkstätten

Wohn- und Lebenskonzept für chronisch suchterkrankte Menschen

  • Gemeinsames, alltägliches, respektvolles Leben mit dem Ziel, ein unabhängiges Leben frei von Suchtmitteln zu führen

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Soziotherapeutisches Zentrum

Haus Engelbert
Soziotherapeutisches Wohnen
Kölner Straße 300
45481 Mülheim an der Ruhr
Telefon: (0208) 4843 - 281
E-Mail: info.engelbert@fliedner.de

 

Häufige Fragen an uns
Welche Personen dürfen hier  einziehen? „Bin ich hier richtig?“
Personen, die unter den Folgen Ihrer Suchterkrankung (Alkohol) leiden und nicht mehr alleine wohnen können. Personen, die Hilfe suchen und Hilfe annehmen, weil sie in allen anderen Lebensbereichen so große Schwierigkeiten haben, dass sie eine Unterstützung brauchen im Alltag. Personen, die medizinisch versorgt werden müssen, haben hier stets einen Ansprechpartner. Wir bieten aktuell einen medizinisch pflegerischen Bereich an, der 24 Stunden pro Tag besetzt ist. Hier werden u.a. auch Medikamente verwahrt und regelmäßig ausgegeben werden. Über die einfache Behandlungspflege hinaus,  arbeiten wir eng mit unserem ambulanten Pflegedienst zusammen.

Werde ich in diesem Haus ohne Alkohol leben können „Schaff ich das in diesem Haus?“
Dieses Wohn- und Betreuungsangebot richtet sich an Personen, die eine Entscheidung getroffen haben und in Abstinenz  leben wollen. Alkohol und andere Drogen werden hier nicht geduldet und dies wird hier auch so strengstens gelebt und eingehalten. Unregelmäßige Kontrollen zur Überprüfung eines Rauschzustandes gehören daher dazu.  

Was passiert, wenn der Suchtdruck zu groß wird und ich nicht mehr wiederstehen kann? „Wer hilft mir trocken zu bleiben?“
Harte aber faire Regeln gelten hier. Auf die muss sich jede Person einlassen, weil wir sie zu Beginn vereinbaren und weil diese Regeln für alle gelten. Zunächst einmal halten wir Rückfälle auch als Chance und arbeiten damit. Eigentlich hilft dieses „geschützte Wohnumfeld“ den meisten Personen sehr gut, um hier auch suchtfrei gut leben zu können. Wir kooperieren hierzu eng mit dem Netzwerk Suchthilfe zusammen und daher führt ein Rückfall mit Alkohol oder anderen Drogen automatisch zu einer Weiterbehandlung im Fliedner Krankenhaus. Aber die Behandlung, Begleitung und Therapie beginnt nicht nur nachher, sondern auch schon vorher. An erster Stelle vermeiden wir Rückfälle und das gelingt auch sehr gut, wenn alle aufeinander achten.  Alkoholisiert darf also niemand hier bleiben. Dies dient dem Schutze aller anderen Bewohner und dem Schutz für sich selbst. Kein  Bewohner kann daher auf Dauer länger hier bei uns leben, der dieses Abstinenzgebot nicht einhalten kann. Aber auch dann vermitteln wir selbstverständlich im Rahmen der Kooperationen im Netzwerk weiter an die richtige Hilfeform.

Was erwartet mich nach dem Einzug und wie sieht mein Tag in einem Selbstversorgerhaus aus? „Was mache ich eigentlich den ganzen Tag und wie lebe ich hier?“
Sie wohnen in einem Einzelzimmer und teilen sich ein Bad mit einem anderen Bewohner. Das Haus hat auch zwei Doppelzimmer und das Haus unterteilt sich aktuell in vier Gruppen a  8 Bewohnern mit je einer Gruppenleiterin oder einem Gruppenleiter. Natürlich ist TV, WLAN und Privatsphäre erlaubt und auch wichtig. Jedoch besteht eine gewisse Struktur durch die Selbstversorgung und durch die Therapieangebote, an die sich alle hier wohnenden Personen im Haus halten müssen. Der Tag beginnt mit dem Frühstück und um 8.45 Uhr mit der täglichen Morgenrunde und dann geht es anschließend  weiter mit den unterschiedlichen Therapiebereichen ab 9.30 Uhr bis 15.30 Uhr weiter.  Um 12.30 Uhr und um 15.45 Uhr sitzen alle Bewohner der jeweiligen Gruppe wieder im Gruppenraum zusammen und essen das gemeinsam zubereitete  Mittagessen oder trinken gemeinsam Kaffee oder Tee. Jeder macht das was er kann und was zu ihm passt und ihm auch hilft wieder „stark und selbst lebensfähig“ zu werden. Wir haben einen großen Gartenbereich, eine Holzwerkstatt, einen Kreativraum zum künstlerischen Werken, Sportmöglichkeiten im Angebot. Und wir haben in einem Selbstversorgerhaus natürlich viel damit zu tun, was rund ums Haus und dem gemeinsamen Leben so ganz natürlich im Alltag anfällt. Hauswirtschafter, Therapeuten, Pädagogen, med. Pflegepersonal und Verwaltungskräfte sind für Sie da und unterstützen Sie in Ihren Lebensbereichen.

Was muss vor einer Aufnahme getan und geprüft werden? „Kann ich mir das leisten und wie lange muss ich warten?“
I.d.R. beginnt alles mit einem Anruf und wir fragen vorab einzeln ab, was benötigt wird. Liegen die Voraussetzungen (wie …. Frau Wiegers, ihr Part) vor, dann wird ein Informationsgespräch in der Einrichtung vereinbart. Gefällt Ihnen das Angebot, vereinbaren wir im zweiten Schritt einen Hospitationstag. Stimmen Sie danach einer Aufnahme zu, unterstützen wir Sie bei der Beantragung der Hilfen und nehmen Sie bei einer bewilligten Kostenzusage und einem freien Platz sofort auf. Sollten Sie über genügend Vermögen verfügen, müssen Sie sich entsprechend an den Kosten beteiligen.

Der Einzug stellt oft einen großen Schritt in Ihrem Leben dar, den wir so gut es geht betreuen und begleiten. Die Wartezeit kann unterschiedlich lang ausfallen und ist natürlich abhängig von den Auszügen, da unser Haus sehr gefragt und immer voll beleget ist. In den Zwischenzeiten der Wartezeit versuchen wir jedoch im Rahmen unseres Netzwerk Suchthilfe bei der Theodor Fliedner Stiftung zeitnah eine adäquate Hilfeform zur Verfügung zu stellen.

Weitere häufig gestellte Fragen mit ja und nein Antworten:

  • Ich bin nicht nur alkoholabhängig, sondern habe auch psychische Probleme. Bin ich hier richtig? Ja
  • Ich bekomme Harzt IV, kann ich trotzdem zu Ihnen kommen?  Ja
  • Wird dann mein Essen und die Kleidung bezahlt und erhalte ich Taschengeld? Ja
  • Kann ich weiter Kontakt zu meiner Familie/Freunden etc. haben, wenn ich zu Ihnen komme? Ja
  • Bekomme ich Hilfe von Ihnen, wenn ich zum Arzt muss, wenn ich einkaufen muss, wenn ich mit meinen Nachbarn nicht klar komme? Ja

  • Darf ich jederzeit fristgerecht kündigen und wieder ausziehen? Ja
  • Darf ich auf meinem Zimmer rauchen? Ja
  • Gibt es drei Mahlzeiten am Tag? Ja
  • Ist das eine geschlossene Unterbringung? Nein
  • Wohnen nur Männer im Haus? Nein
  • Gibt es Freizeitangebote? Ja
  • Darf ich auch schon älter sein? Ja
  • Darf ich auch kommen, wenn ich „härtere Drogen“  genommen habe und ich ein Substitut nehme? Nein
  • Nimmt man mich und mein Verlangen nach Alkohol wahr? Ja
  • Darf ich partizipieren und mitbestimmen? Unbedingt Ja