Wie behandeln wir?

Im Zentrum unserer Behandlung stehen Sie als der/die Betroffene. Gemeinsam klären wir mit Ihnen, wie es weitergehen kann. Dabei bieten wir eine Behandlung sowohl in der Tagesklinik wie auch in der Ambulanz.

Die Grundlage unserer Arbeit bilden die Erkenntnisse aus der modernen neurowissenschaftlichen und medizinischen Forschung nach den Grundsätzen einer evidenz-basierten Medizin. Therapiebausteine sind psychiatrische oder intensivere psychotherapeutische Gespräche (verhaltenstherapeutisch oder tiefenpsychologisch), Medikamente und/oder die tagesklinische Behandlung. Diese Therapiebausteine werden an die individuellen Bedürfnisse der Patienten angepasst, denn uns ist eine individuelle Behandlung wichtig.

 

Therapiebausteine

Einzelpsychotherapie

Gruppenpsychotherapie

Medikamentöse Behandlung

Kunsttherapie

Psychoedukation

Entspannungsverfahren

Sportangebote

Humortraining

Achtsamkeitsübungen

Kochen

Genusstraining

Musik

Biofeedback/Neurofeedback

Pflege

 

Einzelpsychotherapie

In der Ambulanz und in der Tagesklinik (dort 2 x/Woche) werden Einzelgespräche angeboten. Dabei integrieren wir verschiedenste tiefenpsychologische und verhaltenstherapeutische Elemente (z.B. aus der Schematherapie, DBT, Traumatherapie, Emotionsregulation, Psychoonkologie, metakognitives Training, CBASP, NET, provokativer Stil).

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Gruppenpsychotherapie

Ergänzend zur Einzelpsychotherapie finden dreimal pro Woche von Psychotherapeuten oder Ärzten geleitete Gruppen statt. Anfangs häufig ungewohnt, erkennen die Patienten in der Regel schnell den Nutzen dieser Therapieform, da die Rückmeldungen und die Unterstützung der Mitpatienten und der Austausch mit ihnen eine wertvolle Ergänzung zur Arbeit mit dem Psychotherapeuten darstellen. Auch das Erleben, mit seinen Problemen nicht alleine zu sein, wirkt entlastend. Häufiges Thema der Gruppen ist der Umgang mit sich selbst, wie man durch die eigenen Denk- und Verhaltensmuster emotionale Belastungen auslöst.

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Medikamentöse Behandlung

Medikamente können helfen, Symptome zu verringern und psychisches Leiden zu lindern. Bei schwereren Ausprägungsformen seelischer Erkrankungen ist es oft sinnvoll, psychotherapeutische und medikamentöse Behandlungsmaßnahmen zu kombinieren. Häufig ist die Medikation dabei die Basis, die es dem Betroffenen ermöglicht, wieder Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen und Probleme aktiv anzugehen.

Uns ist es wichtig, mit jedem einzelnen Patienten zu klären, ob eine medikamentöse Behandlung in Frage kommt. Wir behandeln dabei auf der Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse. Um die richtige Substanz und die richtige Dosis zu finden, arbeiten wir auch mit der Kontrolle der Medikamentenspiegel im Blut und bieten in Zusammenarbeit mit einem Berliner Labor eine genetische Untersuchung an. Diese spezielle Genotypisierung (der ABCB1 Varianten rs2032583 und rs2235015) ermöglicht eine Aussage darüber, wie gut verschiedene Antidepressiva die Blut-Hirn-Schranke passieren können. Dies wiederum beeinflusst das individuelle Ansprechen auf diese Medikamente.

Wir betrachten eine medikamentöse Behandlung als eine Unterstützung, aber nicht als ein Muss.

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Kunsttherapie

Kunsttherapie ist eine relativ junge, ausgesprochen ressourcenorientierte Therapieform, die primär mit nonverbalen, gestalterischen Mitteln arbeitet um einen Selbstausdruck zu ermöglichen und innere Zustände emotionaler und psychischer Inhalte visuell darzustellen.
Damit werden diese ins Außen gebracht, wo sie mit Distanz betrachtet und reflektiert werden können. Lösungsorientierte Impulse und Interventionen können einfließen wie bspw. ein Weiterführen des Bildes, ein Besprechen der Gestaltung, Reframing (in einem neuen Kontext sehen), oder ein Probehandeln auf dem Papier. Kunsttherapie gilt als „aufdeckendes“ Verfahren, d.h. der Zugewinn an Sprache, das Gestalten kann den Zugang zum Vor- und Unbewussten öffnen und damit erfahrbar und bearbeitbar machen.

Für die Kunsttherapie sind weder künstlerische Begabung noch Vorerfahrung vonnöten, ihr Ziel sind nicht ästhetische künstlerische Arbeiten, vielmehr geht es um ein möglichst unbefangenes Einlassen auf den kreativen Prozess und wertfreien Umgang mit den gestalterischen Mitteln, um Inneres anschaulich zu machen und zu gestalten. Dabei werden in der Tagesklinik angeboten:

Themenbasierte Kunsttherapie in der Gruppe
Hier bekommen die TeilnehmerInnen eine Aufgabe oder ein Thema welches gestalterisch umgesetzt werden soll. Die Themen kommen aus verschiedenen Schwerpunktbereichen und sollen bspw. Ressourcenaktivierung, Selbsterfahrung oder interaktionelle Erfahrungen ermöglichen.

Freies Gestalten
Individuelle Betreuung von unterschiedlichen gestalterischen Projekten in der Gruppe. Hier ist sowohl die Bearbeitung eigener, therapeutischer Themen möglich, wie auch die Umsetzung künstlerischer Projekte.

Eine Einzeltherapie wird je nach Bedarf angeboten.

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Psychoedukation

In der Psychoedukation geht es um die Wissensvermittlung über normale Hirnfunktionen wie z.B. den Schlaf und ihre Störungen. Auch Fragen zu Medikamenten können hier genauso wie Fragen zu den Unterschieden zwischen verschiedenen Psychotherapien oder den Umgang mit Angehörigen und in der Berufswelt besprochen werden.

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Entspannungsverfahren

Wenn wir im Beruf oder im Privatleben unter Strom stehen, neigen wir dazu, unsere Muskeln unwillkürlich stärker anzuspannen. Entspannungsverfahren dienen der Auflösung muskulärer Spannungszustände und helfen somit körperliche und geistige Anspannung zu reduzieren. 

Entspannungsformen, die in unserer Tagesklinik angeboten werden:

  • Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson (PMR)
    Bei dieser Methode werden alle Muskelgruppen im bewussten Wechsel angespannt und gelockert.

  • Autogenes Training und Hypnose
    Hierbei wird Entspannung durch entsprechende Suggestionen („mein Arm wird schwer…“) hervorgerufen

  • Fantasiereisen
    Bei Fantasiereisen – häufig auch Traumreisen genannt – wird Entspannung durch eigene Gedanken hervorgerufen. Man begibt sich auf eine gedankliche Reise, bei der man sich in, als angenehme erlebte, Situationen hineindenkt.

Yoga
Im Yogaunterricht erfahren die Teilnehmer das ausgewogene Zusammenspiel von Kraft und Ausdauer, korrekte Körperwahrnehmung, Beweglichkeit, Balance, Atem und Entspannung. Parallel zu Kraft und Beweglichkeit wächst das Verständnis und Feingefühl für den eigenen Körper. Yoga mindert Stresssymptome und hilft ausgewogener und entspannter zu werden.

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Sportangebote

Körperliche Aktivität und psychische Gesundheit sind eng miteinander verbunden. Schon 3x pro Woche 30 min. Ausdauersport hat einen positiven Effekt auf das psychische Wohlbefinden.
Unser Bewegungsangebot umfasst:

  • Haltungstraining sowie Stärkung von Bauch und Rücken (Fitmix)

  • die Möglichkeit – nach einer Einführung – das Fitness-Angebot in einem nahegelegenen Fitness-Studio zu nutzen

  • eine wöchentlich stattfindende Walkinggruppe.

Körperliche Ausdauer ist keine Voraussetzung - aber sie wird sich verbessern.

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Humortraining

Aus verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen –und auch aus der eigenen Erfahrung - weiß man, dass Humor und Lachen einen positiven Einfluss auf die emotionale Verfassung haben. Auch bei körperlichen Erkrankungen können Humor und Lachen den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen. Und ganz besonders bedeutsam scheint Humor auch bei der Reduktion von Stress und Anspannung zu sein.
Aber wie wird man humorvoller? Im Humortraining können die Teilnehmer etwas über ihren eigenen Humor herausfinden, mehr Gelassenheit, Kreativität, Mut zu Fehlern, Improvisation und Heiterkeit üben. Es geht darum, Komik in Alltagssituationen zu finden und auch über sich selbst zu lachen.

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Achtsamkeitsübungen

Im Achtsamkeitstraining ist das Ziel, zu lernen, innere Vorgänge ohne Bewertung wahrzunehmen, sich ganz auf den aktuellen Moment einzulassen und dadurch gelassener zu sein und Stress zu reduzieren.

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Kochen

In unserer modernen Küche besteht die Möglichkeit einmal in der Woche in einer Kleingruppe ein gemeinsames Mittagessen zu planen, zusammen einzukaufen und zu kochen. 
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Genusstraining

In regelmäßigen Abständen führen wir Außenaktivitäten zum Training des „bewussten Genießens“ durch. Dabei werden Aktivitäten gewählt, in denen die einzelnen Sinne angesprochen werden (z.B. ein Besuch in der Markthalle, im japanischen Garten oder einer Kaffeerösterei).

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Musik

„Singen macht Spaß, Singen tut gut, Singen macht munter und Singen macht Mut."
Unter diesem Motto musizieren und singen wir 1x wöchentlich, denn Singen spricht auf individuelle Art unsere Emotionen an, kann uns helfen diese wahrzunehmen, auszudrücken und besser zu bewältigen. Es kann die körperliche und seelische Gesundheit stärken, die Arbeit mit Stimme und Gesang in Gruppen kann darüber hinaus soziale Fähigkeiten stärken.

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Biofeedback/Neurofeedback

...stellen Therapiemethoden dar, die es einer Person ermöglichen, Kontrolle über körperliche Vorgänge zu erlernen. Dazu werden körperliche Prozesse (z.B. Muskelaktivität, Herzrate, Atmung, Hauttemperatur, Hautleitfähigkeit oder Hirnaktivitäten) gemessen und kontinuierlich über ein wahrnehmbares Signal (Bilder, Töne) zurückgemeldet. Bereits kleine Veränderungen in die erwünschte Richtung werden erfasst und verstärkt.

Ziele sind:

  • Verbesserung der Kontrolle über (nicht bewusste, unwillentliche) körpereigene Vorgänge

  • Verbesserung der Wahrnehmung für körpereigene Vorgänge (Interozeption)

  • Erkennen der Faktoren, die das körperliche Geschehen beeinflussen.

Anwendung bei:
Schmerzstörungen wie z.B. bei Kopfschmerzen, Migräne, Rückenschmerzen, Gesichtsschmerz, Lähmungen nach Schlaganfall, Störungen (z.B. Inkontinenz, Verspannungen, Schmerzen) des Verdauungs- und Genitalbereichs, Angststörungen, Schlafstörungen, Hypertonie, Tinnitus, sexuellen Funktionsstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen u.v.a.

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Pflege

„Gute Pflege ist, wenn Herz und Kompetenz zusammen kommen.“
Wir verstehen uns als Brücke zwischen Therapeut und Patient. Jederzeit haben wir bei Fragen und Anliegen unserer Patienten ein offenes Ohr und eine helfende Hand. Wir sehen unsere Patienten als eigenständige Persönlichkeiten an, denen wir mit Würde und Respekt begegnen.

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