Veranstaltungen/Aktuelles


10.11.2018 10.00 Uhr
Fliedner Klinik Stuttgart

Im Rahmen des 8-Wochen MBSR Kurses
Tag der Achtsamkeit
Intensives Achtsamkeitstraining mit MBSR Lehrerin Monika Schein
Achtung: Teilnahme am MBSR-Kurs wird vorausgesetzt

Warum Achtsamkeit?                                                                                               Nicht ...

Veranstaltung: Trauma Symposium am 10. Mai 2017
Reflektierter Werkzeugkasten zur Traumabehandlung
23 Liter Kaffee, sonnige 23 Grad Lufttemperatur, über 23 zusätzliche Stühle im Tagesraum; dass das Traumasymposium der Fliedner Klinik Stuttgart bei strahlendem Sonnenschein eine so große Zahl interessierter Hausärzte, Psychologen und Psychiater motiviert, einen Nachmittag in der Liederhalle zu verbringen, zeigt den großen Bedarf an Austausch und Fortbildung im Bereich Traumabehandlung.

Bereits im Dezember hat die Fliedner Klinik Stuttgart das Thema Traumatherapie bei Geflüchteten zum Thema gemacht. Das Trauma-Symposium in der Liederhalle setzte nun den Fokus stärker auf unterschiedliche Methoden und ihre Anwendung im klinischen und therapeutischen Alltag. Denn viele Patientinnen und Patienten haben traumatisierende Situationen erlebt: körperliche, sexuelle oder emotionale Misshandlungen. Oft liegen diese lange zurück und konnten vorübergehend kompensiert werden. Es reichen aber oft für sich genommen kleine Auslöser, um die Traumata wieder aktivieren. Wenn der Zusammenhang dann nicht erkannt wird, fällt die Einordnung und Behandlung der vielfältigen Symptome schwer.

Die fünf Referenten verschiedener Einrichtungen der Theodor Fliedner Stiftung haben es geschafft, in kompakter Form einen Überblick über fünf verschiedene, aktuelle Traumatherapien Verfahren zu geben. Die Spannbreite reichte über die Arbeit mit belastenden Bildern (IRRT –Imagery Rescripting and Reprocessing Therapy) die Behandlung von traumatisierten Borderline-Patienten (DBT-MBT), die Arbeit mit der narrativen Expositionstherapie (NET) in der Traumatherapie, die Bearbeitung von Traumafolgestörungen mit der Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie (PITT) bis zur Vorstellung der EMDR in der Behandlung von traumatischem Stress.

In der abschließenden Diskussionsrunde wurden Vorzüge und Anwendungsbeispiele der Ansätze verglichen. Ein wichtiges Fazit zieht Barbara Wild, Chefärztin der Fliedner Klinik Stuttgart, über die Gemeinsamkeiten der Verfahren: „Traumapatienten haben eine vorsichtige Distanz, die fordert, dass man ihnen mit Umsicht und Empathie begegnen muss. Es ist unsere Aufgabe, dem Patienten im therapeutischen Setting ein sicheres Gefühl zu geben. Dafür brauchen wir eine sichere, vertrauensvolle Beziehung. Grade Traumapatienten, bei denen ein großes Bedürfnis nach Kontrolle besteht, müssen eine gute Aufklärung bei jedem Schritt und Handlungsoptionen angeboten bekommen.“

In der Diskussion wurde außerdem deutlich, dass die Passung von Verfahren und Patient, aber auch zwischen Verfahren und Therapeut für den Erfolg der Behandlung entscheidend ist. Das fasst ganz am Ende auch eine Teilnehmerin in ihrem persönlichen Fazit zusammen: „Wenn man verschiedene Methoden der Traumabehandlung kennt, dann ist es leichter, die Methode individuell an die Bedürfnisse des Pateinten anzupassen. Dafür war der Überblick, den diese Veranstaltung geboten, hat äußerst hilfreich.“

 

 

Die einzelnen Vorträge zum Download: 
PITT (Dr. Gärtner) // IRRT (Dr. Blöink) // NET (Prof. Wild) // DBT-MBT (Dr. Edel) // EMDR (Dr. Bauer)